AUGENBETEILIGUNG BEI AIDS

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Das humane Immundefizienzvirus (HIV) breitet sich weiterhin weltweit aus. Als Folge der erworbenen Immunschwäche (AIDS) können typischerweise so genannte opportunistische Infektionen auftreten, welche auch die Augen betreffen können. Da viele dieser Augeninfektionen unbehandelt bis hin zur Erblindung des betroffenen Auges führen, kann die frühe Diagnose und Therapie die Krankheitsverläufe bei vielen Patienten erheblich verbessern. Für die meisten schweren opportunistischen Augeninfektionen bei HIV-positiven Patienten stehen wirksame Therapiekonzepte zur Verfügung, die bei korrekter Anwendung eine Erblindung oder eine bleibende Visusbeeinträchtigung des betroffenen Auges verhindern können. Seit der Einführung der so genannten hochaktiven antiretroviralen Therapie (“Highly Active Antiretroviral Therapy”: HAART) sind opportunistische Augeninfektionen genauso wie andere opportunistische Infektionen seltener geworden.

 

Andererseits können bestimmte Augeninfektionen auch Zeichen einer lebensbedrohlichen disseminierten Infektion sein. Auch deshalb ist es für den Ophthalmologen wichtig, mit der Diagnose sowie der Therapie von schweren opportunistischen Augeninfektionen bei AIDS vertraut zu sein. Es gibt eine ganze Reihe von Infektionen der Augen, die bei HIV-Positiven auftreten können. Unter den opportunistischen Erkrankungen der Netzhaut (Retina) beziehungsweise der Aderhaut (Chorioidea) finden sich am häufigsten Infektionen mit Zytomegalievirus, Toxoplasma gondii, Herpes-simplex-Virus oder Varizella-Zoster-Virus. Erkrankungen mit anderen Erregern wie Candida albicans, Pneumocystis carinii, Mycobacterium avium intracellulare, Cryptococcus neoformans und Histoplasma capsulatum sind zwar beschrieben, aber seltener.

 

Gehäuft auftretende Augenerkrankungen bei AIDS-Patienten

  • Retinitis durch Zytomegalie – Virus
  • HIV – nicht infektiöse Retinopathie
  • Bindehautentzündung
  • Makulaödem
  • Uveitis
  • Bindehaut – Microvasculopathie
  • Engwinkelglaukom
  • Blepharitis
  • Keratitis
  • Trockenes Auge
  • Beidseitige Maculopathie
  • Verschluß der zentralen Vene oder Arterie der Netzhaut

Eine in der Zeitschrift „Ophthalmology“ veröffentlichte Studie belegt ein höheres Risiko bei AIDS-Patienten für eine Trübung der Augenlinse (Katarakt) sowie einer Retinitis durch den Zytomegalie–Virus (CMV). Auch eine Unterbrechung der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART) kann das Risiko für das Auftreten dieser Erkrankungen wieder erhöhen.

 

VallmedicVision Andorra informiert: Regelmäßige augenärztliche  Untersuchungen sind wichtig, um gerade bei Risikopatienten frische Infektionen rasch zu erkennen und zu behandeln.

Referenz

Kempen JHSugar EALyon ATLewis RAJabs DAHeinemann MH, et al. Risk of cataract in persons with cytomegalovirus retinitis and the acquired immune deficiency syndrome. Ophthalmology. 2012 Nov;119(11):2343-50.


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