AMBLYOPIE: „SCHWACHSICHTIGES AUGE“ – WAS VERSTEHT MAN DARUNTER?

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Was ist eine Amblyopie?

 

Bei der Amblyopie handelt sich um eine unterschidelich stark ausgeprägte Schwachsichtigkeit, die auf keiner organischen Ursache beruht, d.h. die zum scharfen Sehen nötigen anatomischen Strukturen sind nicht erkrankt.

 

Es können sowohl nur ein Auge, aber auch beide Augen betroffen sein. Die Ursache für diese Schwäche sind verschiedene Augenveränderungen, die dazu führen, dass das Sehen in den frühen Entwicklungsphasen während der Kindheit nicht richtig „ erlernt“ wird so dass die Sehinformationen eines Auges im Gehirn nicht verarbeitet werden kann. Da die Entwicklung der Augen zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr abgeschlossen ist, kann Amblyopie nur in der Kindheit nachhaltig behandelt werden. Von Amblyopie sind etwa 5% der Bevölkerung in Mitteleuropa betroffen. Eine unbehandelte Amblyopie kann eine Sehschärfe bis unter 2% nach sich ziehen, was mit einer einseitgen Blindheit gleichzusetzen ist. Die Folgen für den Alltag sind enorm – Sehschwäche, Probleme in der Schule sowie im Beruf. Daher ist die frühzeitige Diagnose und Behandlung sehr wichtig.

 

Wie macht sich eine Amblyopie bemerkbar?

Bei den Betroffenen treten häufig Schwierigkeiten beim Lesen und beim Erkennen von Mustern auf, binokulare Wahrnehmung und das räumliche Sehen können stark beeinträchtigt sein. Mitunter wird eine Amblyopie ohne augenärztliche Untersuchung aber gar nicht erkannt.

 

Einige Alarmzeichen, auf die Eltern achten sollten:
• Lesestörungen
• Schielen
• Lichtempfindlichkeit und Kopfschmerzen
• Ungeschichtlichkeit, z. B. beim Zugreifen, Spielen, usw.
• Konzentrationsprobleme und schnelle Ermüdung
• Häufiges Zwinkern und Blinzeln

 

Welche Ursachen hat eine Amblyopie?

Die häufigsten Gründe, warum sich sie Sehschärfe nicht normal entwickeln kann sind:
• Schielen (Strabismus), die Augen schauen nicht parallel in dieselbe Richtung. Um nicht ständig Doppelbilder sehen zu müssen, „schaltet“ das Gehirn ein Auge „ab“
• Unterschiedliche Brillenwerte der Augen (Anisometropie)
• Höhergradige Ametropie
• Erkrankungen, bei denen Hornhaut, Augenlinse oder Glaskörper über längere Zeit trüb und nicht durchsichtig waren
• Ptosis – das Augenlied hat die Pupille verdeckt
• Frühgeburt
• Perinatale Komplikationen
• Familiäre Disposition

 

Untersuchung:

Amblyopien stellt man üblicherweise bei der Durchführung von Sehtests, beziehungsweise der Prüfung der Sehschärfe fest. Bei der Diagnose wird dann festgestellt, dass die Sehschärfe nicht altergemäß vorangeschritten ist. Wichtig ist vor allem, weitere Augenerkrankungen auszuschließen, die oft bei Kindern in diesem Alter auftreten, wie z. B. ein Retinoblastom oder ein Tumor des „nervus opticus“.

 

Behandlung:

Je früher eine Amblyopie diagnostiziert und behandelt wird, desto günstiger sind die Chancen, die Normalsichtigkeit wiederherzustellen, bzw. zu erreichen. Die ursächlichen Erkrankungen sollten zuerst beseitigt oder korrigiert werden. Das Ziel ist es, wieder eine korrekte Reiztstimulanz der Sinneszellen zu ermöglichen.
• Wenn die Ursache einer Amblyopie eine Fehlsichtigkeit ist (Myopie, Hypermetropie oder Astigmatismus), besteht ein erster Behandlungschritt in der Korrektur durch Brille oder Kontaktlinsen. Geeignete Brillen für Kinder können bereits in sehr frühem Alter angepasst werden.
• Bei Trübungen der brechenden Medien,wie Katarakt oder hängendem Oberlid (Ptosis) kann es notwendig sein, bereits im Säuglingsalter eine Operation vorzunehmen. Operativ kann auch das Schielen selbst behandelt werden.
• Zu den häufigsten Methoden der Amblyopie–Behandlung gehört die sog. Okklusionstherapie – das „bessere“ Auge (Führungsauge) wird mithilfe eines Augenpflasters zeitweise abgedeckt. So wird das „schwächere“ Auge gezielt zur Benutzung gezwungen.
• Eine weitere Maßnahme bei entstehenden Amblyopien ist die Behandlung mit Augentropfen und speziellen Brillengläsern (Penalisation).
• Der Patient kann ein binokulares Sehen in sog. Sehschulen trainieren. Dabei steht bei diversen Übungen das räumliche Sehen als wichtiges Therapieziel im Vordergrund.

 

VallmedicVision möchte unterstreichen, dass Sehschwächen möglichst früh erkannt und behandelt werden müssen (eine Amblyopie lässt sich schon im Säuglingsalter feststellen), um lebenslange Fehlsichtigkeit, aber auch Probleme in der Schule und in der sozialen Entwicklung zu vermeiden. Lassen Sie sich von unserem professionelen Team beraten!


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