WAS VERSTEHT MAN UNTER AMD?

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist eine Erkrankung, die direkt die Stelle des schärfstens Sehens, die Makula betrifft. Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Verschlechterung des zentralen Sehens, Gegenstände können deformiert erscheinen oder auch ganz dunkle Bereiche aufweisen. Die AMD verschlechtert sowohl das Fern – als auch das Nahsehen und kann dafür verantwortlich sein, dass viele Tätigkeiten und Aktivitäten nicht mehr durchgeführt werden können (Autofahren, Lesen, Nähen etc.). Das periphere Sehen hingegen ist nicht betroffen, daher kommt es auch nicht zur völligen Erblindung. Abhängig von Typ und Ausprägung der AMD kann das Sehen nur gering oder aber auch substantiell beeinträchtigt sein.

Die altersabhängige Makuladegeneration ist eine der häufigsten Gründe für Sehverschlechterung bei älteren Menschen in Industrieländern. Obwohl intensiv über die Gründe für die Entwicklung der AMD geforscht wird, sind noch nicht alle Gründe für die Entstehung bekannt. Die AMD ist heute eine der häufigsten Ursachen für Erblindung in den Industrienationen.

MAN UNTERSCHEIDET ZWEI FORMEN:

  • Trockene AMD: diese Form tritt am häufigsten auf und sie entwickelt sich langsam zunehmend. Man kann eine Ablagerung von Stoffwechselprodukten in der Zone der Makula beobachten, die mehr und mehr das zentrale Sehen beeinträchtigen.
  • Feuchte AMD (exudativ): diese Form ist seltener. Sie entwickelt sich durch das Wachstum von neuen Blutgefäßen unter der Netzhaut. Aus diesen Blutgefäßen kann Gewebeflüssigkeit und Blut in der Zone der Makula austreten. Die Entwicklung verläuft schneller und die Ausprägung der Sehverschlechterung ist deutlich gravierender.

SYMPTOME

Eine Makuladegeneration entwickelt sich bei Patienten unterschiedlich. Zu Beginn wird sie von Patienten häufig nicht wahrgenommen und tritt nicht selten auch nur einseitig auf. Bei beidäugiger Makuladegeneration nehmen Patienten die Sehverschlechterungen schneller wahr.

Eine AMD verursacht eine Sehverschlechterung des zentralen Sehens, so dass insbesondere das Lesen, Autofahren oder Nähen nicht mehr möglich ist. In fortgeschrittenen Fällen können auch Gesichter nicht mehr erkannt werden. Das periphere Sehen ist dagegen nicht beeinträchtigt. Man kann z.B. noch spazieren gehen und sich orientieren. Es kommt also nicht zu einer völligen Erblindung.

Ein Warnzeichen der Makuladegeneration ist die Wahrnehmung gerader Linien als gekrümmt oder wellig. Das zentrale Sehen wird zunehmend verschwommen und weist zentrale Gesichtsfeldausfälle auf.

Wesentliche Faktoren für die Vermeidung von fortgeschrittenen Fällen sind die Prävention sowie eine frühzeitige Diagnose, damit geeignete Therapien umgehend eingeleitet werden können. Prinzipielle Risikofaktoren für die AMD sind neben dem Alter, Nikotinkonsum, familiäre Häufung oder auch ein Bluthochdruck. Ab dem 50. Lebensjahr werden vorbeugende Untersuchungen beim Augenarzt empfohlen, damit Frühstadien erkannt werden können.

THERAPIE:

Bis heute existiert noch keine in Studien als erfolgreich nachgewiesene Therapie der trockenen AMD. Als Vorbeugung wird aber häufig die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittlen mit hochdosierten Vitaminen und Antioxidantien empfohlen. Diese Medikamente können eine AMD nicht heilen und auch keine Sehverschlechterung bessern, haben aber einen schützenden Effekt für die Netzhaut und reduzieren das Risiko einer schnellen Verschlechterung.

Eine feuchte AMD wurde in der Vergangeheit manchmal mit einer Laserbehandlung therapiert. Meist stehen aber heute Medikamente im Vordergrund, die in den Glaskörper injiziert, das Wachstum der kranken Gefäße unter der Netzhaut reduzieren bzw. verhindern. Viele Patienten reagieren sehr gut auf diese“intravitrealen Injektionen“, die Wirkung hält aber nur beschränkte Zeit an, so dass regelmäßig nachinjiziert werden muss.

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